Drei Jahre, 14 Projektwochen, 240 Freiwillige: In Kooperation mit dem Biosphärenreservat Rhön haben wir auf etwa vier Hektar Hochmoorfläche in den letzten drei Jahren 40 Bauwerke im Roten Moor in der Rhön errichtet.
Heute starten wir mit unseren Unternehmenseinsätzen (Corporate Volunteering) in die Herbst-Saison. Insgesamt engagieren sich in den nächsten zwei Monaten 18 weitere Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden zum Schutz und zur Wiederherstellung der Ökosysteme.
Auf der Naturerbefläche Daubaner Wald läuft die Moorwiedervernässung etwas anders ab. Statt Bohlen- oder Spundwände aus Holz verwenden die Freiwilligen Stahl, um Sperren in Gräben zu bauen.
Letzte Woche startete das auf 10 (in Worten: zehn!) Jahre angelegte Naturschutzgroßprojekt am Schmücker Graben in Kooperation mit der Naturstoftung David und Thüringen Forst.
Entwässerungsgräben schließen und Flächen entkusseln sind zwei Seiten einer Medaille. Beides ergänzt sich bestens, wenn es wie im Eggegebirge darum geht, einen Moorkomplex zu erhalten.
Fertig. Nach drei Jahren und vielen gebauten Sperrbauwerken sind die großen Arbeiten in dem einzigartigem Moor im Vulkankrater nun abgeschlossen. Zum Schluss wurde in der Vulkaneifel noch Geschichte geschrieben.
Seit Ende Juli sind insgesamt fast 60 ehrenamtliche Teilnehmende drei Wochen lang im Einsatz (je 20 Personen pro Woche), um im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön die Mönche vollständig rückzubauen und die Abläufe zu verschließen.
Mit der Wiedervernässung eines Hangmoores im Hunsrück wurde schon im vergangenen Jahr begonnen, jetzt steht die Fortsetzung an. Währenddessen waren aber Wildschweine an den Bauwerken im Einsatz, leider.
„Ohne Hilfe der Freiwilligen wären die händisch notwendigen Arbeiten in der Eifel nicht möglich“, sagt die Projektpartnerin vom Moorschutzprogramm Rheinland-Pfalz. Ein weiteres Hochmoor wird wiedervernässt.
Wo in Deutschlands Nordmooren der Hopfen fehlt, wächst mit dem Gagelstrauch eine Alternative, die dem Bier zu Geschmack verhilft. Wiedervernässung und Pflege fördern sein Vorkommen.
Millionen Menschen drängeln dieses Jahr wieder in die Lüneburger Heide, um die Heideblüte zu erleben. Am Jadebusen wird zeitgleich in einer Jugendhilfewoche entspannt die Heide gepflegt.
Was in Jahrtausenden in der Rhön an Torf entstanden ist, wurde in Jahrzehnten abgebaut und vernichtet. Nun wird seit Jahren daran gearbeitet, Zerstörtes wieder herzustellen.