Bergwaldprojekt Blog
Lesen, was geht
Nass machen dauert an
Und wieder entsteht eine Spundwand von Freiwilligen in einem Entwässerungsgraben, das dauert. Die Zeitläufte der Eiszeit prägten die Landschaft so nachhaltig, dass sich in der Rhön ein ausgedehntes Hochmoor entwickeln konnte. Das dauerte viel länger. Torfmeter entwickelten sich in Jahrtausenden. Dann wurde Torf abgebaut, hunderttausende Kubikmeter. Dauerte leider viel zu lange. Der Mensch wurde schlauer und beendete den Torfabbau im letzten Jahrtausend.
Renaturierung heißt die aktuelle Epoche im über 50 Hektar großen und größten Hochmoor in Hessen.
Auch das dauert. Und wird noch weiter dauern. Seit einigen Jahren: Wiedervernässung mit Spundwänden, Bohlenwände in Entwässerungsgräben. Entwässerungsgräben mit Sägehackmehlschnitzelgemisch verfüllen und bepflanzen. Große Stauwerke wurden gebaut und schon wieder erneuert. Nun geht es in die Randgebiete des Roten Moors, Feuchtwiesenland. Auch hier darf es schmatzend nass werden. Weitere Randflächen, andere Gräben sind vorhanden. Weitere Sperrwerke folgen. Epochenende nicht in Sicht.
