Bergwaldprojekt Blog
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Hoch hinaus
Da sind wir wieder. Mit 18 Freiwilligen des Bergwaldprojekts und der Naturstiftung David. In der Hohen Schrecke, ehemals Kirschhochburg. Nach der Wende bezog man seine Kirschen leider lieber aus Italien, heute bevorzugt aus der Türkei und Spanien. Die örtlichen Streuobstwiesen verwaisten und die Bäume, rund 70 verschiedene Kirschsorten, die teils nur in der Hohen Schrecke vorkommen, wurden dementsprechend teils seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr gepflegt.
Ein Hotspot der Artenvielfalt droht zu verschwinden.
Jetzt kommen unsere Freiwilligen: Vergreiste Bäume auf der Streuobstwiese sollen mit einem Pflegeschnitt verjüngt und stabilisiert werden und länger leben. Die Früchte interessieren hier weniger, die vielfältigen Sorten sollen erhalten bleiben. Bei schon abgestorbenen Bäumen wird ein Torso-Schnitt vorgenommen, die ausladenden Äste werden abgenommen und der Baum bleibt als Totholz-Biotop stehen.
Zudem wird Unterwuchs, vorwiegend Weißdorn und Haseln, entfernt, um die Beweidung mit einer Schafherde auf dieser Fläche wieder zu ermöglichen. Die Äste werden auf Totholzhaufen zusammengetragen. Lang lebe die Biodiversität.
