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19. Mai 2026 - Wissen & Aktuelles

Nur noch jeder 5. Baum gesund

Wald im Krisenmodus 

Der neue Waldzustandsbericht des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat zeigt erneut: 

Dem deutschen Wald geht es weiterhin schlecht. Nur noch jeder fünfte Baum gilt als gesund.

Der langfristige Trend seit den Dürrejahren 2018–2020 zeigt massive Schäden auf weiterhin hohem Niveau. Besonders bei Eiche und Kiefer bleiben die Belastungen dramatisch hoch.

Kurzfristige Niederschläge sind nicht entscheidend. Besonders für alte Bäume zählt die Wasserverfügbarkeit in tiefen Bodenschichten unter 1,80 Metern Tiefe. Dort zeigen die Daten seit Jahren ein deutliches Defizit. Die tiefen Böden sind im langjährigen Mittel viel zu trocken. Das setzt gerade Altbäume mit tiefem Wurzelsystem massiv unter Stress.

Die Anpassung unserer Wälder an die Klimakrise braucht eine Nutzung, die sich an den ökologischen Grenzen orientiert, wie es in der sozial-ökologischen Waldbewirtschaftung praktiziert wird (Wald-Allianz). Gesunde humusreiche Waldböden bleiben die entscheidende Grundlage für resilientere Wälder, Ökosystemleistungen wie Trinkwassergenerierung, Kühlung der Landschaft, Sicherung der Lebensräume und Kohlenstoffspeicherung, Biodiversität und eine langfristig tragfähige Holzversorgung.

Wer sich aktiv für die Wiederherstellung der heimischen Wälder einsetzen will: Einfach jetzt für eine Projektwoche anmelden!

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