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17. Juli 2026 - Draußen

Er ist da! Der Storchschnabel-Bläuling

Gebüsch zurückschneiden, Mädesüß-Staudenflur mähen. Die übliche Biotop-Pflege, der sich 32 Achtklässler¡nnen der Montessorischule Kaufering in der Hitze des Tages widmen. Auch der Projektpartner ist vor Ort und er entdeckt etwas an einer der purpurnen Strochschnabelblüten. Ein kleines Ei, das Ei der Storchschnabelbläulings - so ist zu erfahren. Unscheinbar. Aber:

Der Storchschnabel-Bläuling (zu erkennen an seinem weißen Wisch auf den Flügeln) ist eine Rote-Liste-Art und sein Bestand stark gefährdet, auf der bearbeiteten Fläche wird er heute erstmals nachgewiesen.

Eine Bestätigung für die Pflege und Flächenfreistellung: ausgewachsenes Tier und abgelegte Eier werden gefunden. Der Bläuling, dessen Flügeloberseite nie blau ist (!), ist in seiner ganzen Existenz auf den Storchschnabel angewiesen und auf die Pflanze angepasst. Er fliegt zur Storchschnabel-Blüte, also jetzt. Das Weibchen legt nur ein einzelnes Ei in der Storchschnabelblüte ab, die Raupe entwickelt sich im Fruchtknoten und verzieht sich im Spätsommer in die Bodenstreu.

Nach der Überwinterung, wenn der Storchschnabel austreibt, nagt sie einen Blattstängel an, aber nur an!

Der fällt dann wie ein „Zelt“ zusammen. In dem wächst sie vor Fressfeinden geschützt weiter, sondert süsslichen Tropfen „Honigtau“ ab, den Ameisen lieben und sie deshalb beschützen. Dann erfolgt die Verpuppung im Frühsommer und zur Blütezeit des Storchschnabel schlüpft die neue Generation von Faltern. Der Zyklus beginnt von neuem. So geht das mit dem Falter. Irre. Und dafür muss gemäht werden. Klare Sache.

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