Bergwaldprojekt Blog
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Fichten als Lawinenschutz
Schnee, der in den Bergen auf laubbedeckten Boden fällt rutscht talabwärts. Lawinenartig, zerstörerisch. Daher darf's im Schutzwald (für Siedlungen und Bundesstraßen) auch gern 70 Prozent Nadelholzanteil sein. So kommt gleich einiges an Schnee gar nicht erst auf dem Boden an. Doch die Naturverjüngung ist hier ziemlich nadelholzfreiI, die Fichte selten zu finden, Weißtannen quasi unbekannt. Es dominieren Laubbäume. Buchen, Mehlbeeren, Bergahorn. In der Schutzwaldsanierungsfläche („Bäume statt Beton!“) wurden in den vergangenen Jahren schon zehntausende Nadelbäume gepflanzt.
Hier oben ist auch die Fichte noch bestens geeignet.
Für die Freiwilligen stehen jetzt 1000 Fichten bereit, gegen Verbiss ab Baumschule schon in Trico gebadet. Nach 40 Minuten den Steig hochtragen sind sie angekommen für die Pflanzung. Bevorzugt am günstigen Kleinstandort: Rund um Totholz, liegend oder noch stehend. Vor der Verpflanzung werden die Fichten angegossen und tropfnass gepflanzt. Steigert bei diesem Wetter den Pflanzerfolg. Ist noch Wasser übrig: Auch die Freiwilligen wollen angegossen sein.
