Es braut sich was zusammen: El Niño, ein natürliches Klimaphänomen im pazifischen Ozean, formt sich gerade mit seinem vermutlichen Höhepunkt im Winter.
Der Sommer war bislang heiß und trocken. In der Europäischen Union allein sind bis jetzt über eine halbe Million Hektar Wald- und Vegetationsfläche durch Brände zerstört worden und Hitze und Dürre haben dem Wald weiter großen Schaden zugefügt.
Deutschland erlebt nun erneut extreme Hitze und anhaltende Trockenheit. Die Gewässer fallen leer. In den Wäldern zeigen sich ausgetrocknete Böden, frühzeitiger Blattabwurf, absterbende Kronenteile und zunehmender Trockenstress.
Hitze belastet den Organismus, das merken wir gerade alle. Und auch die Wälder leiden unter den Extremtemperaturen. Vielerorts gilt bereits Waldbrandstufe 4, die zweithöchste Warnstufe.
Hitzewelle, tropische Nächte, Schwitzen. Auch im Wald und im Moor bei unseren Freiwilligen und den Küchenteams am heißen Herd in Hunsrück-Hochwald, Rüdesheim, Balingen, Heigenbrücken und im Zukunftswald Unterschönau versuchen alle, kühl zu bleiben.
Heute ist internationaler Flüchtlingstag. 118 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht oder wurden vertrieben. Hauptursachen für Flucht sind Krieg, bewaffnete Konflikte und massive Menschenrechtsverletzungen.
„Ohne Hilfe der Freiwilligen wären die händisch notwendigen Arbeiten in der Eifel nicht möglich“, sagt die Projektpartnerin vom Moorschutzprogramm Rheinland-Pfalz. Ein weiteres Hochmoor wird wiedervernässt.
Der aktuelle Bericht des Expertenrats für Klimafragen ist eindeutig: Deutschland wird seine Klimaziele mit den bisherigen Maßnahmen voraussichtlich nicht erreichen.
Ein Langzeitversuch des Bayerischen Amts für Waldgenetik macht Hoffnung, dass uns die Esche für Auen, Bäche und Gebirge erhalten bleibt, denn es gibt eine Reihe von Eschenindividuen, die widerstandsfähig sind.
Heute ist Tag der Erde. Schön und still umgibt sie uns jeden Tag, nährt uns, spendet Kraft, schenkt uns alles. Mit dem Bergwaldprojekt setzen wir uns mit tausenden Freiwilligen Jahr für Jahr für den Schutz, Erhalt und die Wiederherstellung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein.
Am Montag wurde der Weltklimabericht der Weltwetterorganisation WMO veröffentlicht. Der Zustand des Weltklimas ist nach Einschätzung der Forscher*innen der Organisation zurzeit katastrophal.