Bergwaldprojekt Blog
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Sommerpflanzung mit Netzling
Es wird gepflanzt, tausende Eichen, mitten im Sommer, erstmalig. Forstfachleute sind irritiert, runzeln ungläubig die Stirn. Die Freiwilligen machen einfach. Auf verschiedenen Flächen im Zukunftswald haben sie die letzten Tage Stieleichen gepflanzt, neben bereits gepflanzten Lärchen, vor Ebereschen aus Naturverjüngung und hinter gesäten Eichen und solchen aus Naturverjüngung. Alles innerhalb von Zäunen, geschützt vor Rot- und Rehwild: es soll schließlich keine kostspielige Wildfütterung werden. Mit diesen Impulspflanzungen kommen weitere Laubbäume in den weiten Fichtenforst.
Die naturnahe Waldentwicklung nimmt Fahrt auf.
Werkzeug der Wahl ist bei den 16 Freiwilligen die bewährte Pflanz- bzw. Wiedehopfhaue. Der Netzling bleibt in seinem Netz, wenn er gepflanzt wird. Sanft wird er rundum mit Mineralboden in seinem Pflanzloch angedrückt,
das eichendurchwurzelte Substrat im Netz und der Mineralboden bilden eine Ebene und bald eine Einheit.
Das Netz wird im Pflanzloch durchwurzelt werden und sich allmählich auflösen. Mit jedem Netzling werden die Pflanzhände geschickter, die Freiwilligen wechseln in den Profipflanzmodus. Die Flächen füllen sich. Stolze Gesichter der Freiwilligen sind sichtbar.
