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25. Juni 2026 - Zukunftswald

Forschungsflächen in spe

Wieviel Totholz sollte auf einer Fläche mit abgestorbenen Bäumen belassen werden, damit die Wiederbewaldung rasch gelingt? Das Ökosystem sagt: Alles. Die Forstwirtschaft will aber noch möglichst viel des Rohstoffs Holz verwerten.

Doch wieviel Nutzung ist ökologisch gerade noch vertretbar ohne eine rasche Wiederbewaldung unmöglich zu machen?

Gesucht werden die Potenziale des TotholzManagements von der Universität Jena mit dem PoToMa-Projekt. Angewandete Wissenschaft in Zusammenarbeit mit ThüringenForst. [Im benachbarten Revier in Oberhof wird bereits untersucht, welche Kühl- und Wasserspeichereffekte durch Verrottung, Zersetzungwirkung und Schwammstrukuren von stehendem und liegendem Totholz entstehen und sich an welchen Mikrostandorten günstig auf die Samenkeimung und Naturverjüngung auswirken.] Gesucht werden von dem Projekt weitere abgestorbene Fichtenbestände mit mehr oder weniger Totholz. Fünf Wissenschafter sind auf der Suche nach solchen Forschungsflächen auch im Zukunftswald gelandet - dank der Wald-Allianz und der steigenden Bekanntheit des Zukunftswaldes im forstwissenschaftlichen Millieu. Man kennt sich und es ist schnell klar:

der Zukunftswald ist nicht passgenau für diese wissenschaftliche Fragestellung, da wir nicht primär ökonomisch denken,

die Flächen nicht abräumen, sondern aus der Perspektive des Ökosystems handeln. Doch die Boden- und Vegetationskundigen ahnen: die Flächen und Bestände in Unterschönau sind für die Wissenschaft höchst interessant. Andere, sanfte, Bewirtschaftungsmethoden müssen schließlich ebenfalls zeitnah evaluiert werden. Weitere Forschungsanbahnungsgespräche werden folgen.

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