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31. Juli 2026 - Draußen

Kein Wasser kommt mehr raus

Fertig. Der letzte Baustein ist gesetzt. Und was für einer. Sein Name: Cerberus. Dieser wird meist als riesiger Hund mit drei Köpfen beschrieben, als Höllenhund, der eine Unterwelt bewacht, auf dass niemand rein noch raus kann. In der Vulkaneifel im Maarmoor ist das letzte Stauwerk so benannt, die finale Sperre am zentralen Abflussgraben. Um der Strömungsdynamik im Untergrund (!) zu begegnen wurde erstmalig in der langen Wiedervernässungsgeschichte ein Hybrid-Stauwerk erstellt: ganz nach unten hin als Spundwand, nach oben hin als Bohlenwand. 

Das ist Cerberus. Kein Tropfen Wasser soll mehr an oder unter ihm vorbei nach draußen. 

Der Abfluss des Wassers aus dem Moor an zentraler Stelle wird so verzögert. Dies kommt dem wertvollen Moorzentrum zugute, das in Zeiten mit wenig Niederschlag trockenfällt.
Damit sind die Arbeiten für das einzigartige Maar-Moor, das einzigartige Naturphänomen in Mitteleuropa, abgeschlossen. Nach neun Projektwochen innerhalb von drei Jahren kann man den Erfolg hören, wenn man stellenweise vom Bohlenweg abkommt. Es schmatzt und quatscht, das Moor ist wieder nässer, der Wasserspiegel teils deutlich angestiegen.

Nach Trockenlegung und Torfabbau sind nun die Voraussetzungen für eine neue Epoche des Maarmoors geschaffen.

Lebe wohl Mosbrucher Weiher! Cerberus möge dich beschützen.

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