Bergwaldprojekt Blog
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Pflegen ist pfundig
Diese Woche sind 14 Schüler*innen der Gesamtschule Wuppertal im tatkräftigen Einsatz für Mischwälder in Neuenrade im Sauerland. Hier hat vor Jahren der Sturm Kyrill sowie ab 2018 der flächige Schädlingsbefall mit Borkenkäfern für weitläufige Kahlflächen gesorgt, wo früher Wald stand. Nun wird versucht, vor Ort wieder einen gesunden Mischwald zu etablieren. Mit Säge und Heppe rücken die Schüler*innen der Begleitvegetation zuleibe, die Eichen, Waldkiefern und Buchen Platz und Licht nehmen. Außerdem werden junge zuvor gepflanzte Eichen und Linden mit Schafwolle vor Wildverbiss geschützt, damit sie ungestört aufwachsen können.
Je mehr Baumarten ein Wald aufweist, desto anpassungsfähiger ist er in der Klimakrise und desto resilienter gegen Schädlingskalamitäten.
In Anbetracht der immensen Waldschäden durch Hitze und Dürre der vergangenen Jahre und auch ganz aktuell des hinter uns liegenden diesjährigen Sommers wird deutlich, dass wir auf widerstandsfähige Wälder angewiesen sind. Wälder sind Teil unserer Infrastruktur: Naturnahe Wälder speichern und filtern Trinkwasser. Sie bieten Schutz vor Erosion, Hochwasser, Steinschlag und Lawinen. Sie kühlen und befeuchten die Landschaft, reinigen die Luft und speichern Kohlenstoff. Natürliche Waldgesellschaften sind Lebensgemeinschaften für unzählige Arten und deshalb für die Biodiversität von enormer Bedeutung. Sie sind unersetzbar.
Über die gemeinwohlorientierten Arbeiten und das waldpädagogische Begleitprogramm kommen die Jugendlichen intensiv mit Natur in Kontakt, erfahren Selbstwirksamkeit, erwerben konkretes Umweltwissen und machen die praktische Erfahrung, sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu engagieren. Yes!
Die Projektwoche wird von der Targobank Stiftung mit 14.000 Euro großzügig gefördert.
