Bergwaldprojekt Blog
Lesen, was geht
Sperren aus Stahl
Das Heidemoor im Nationalen Naturerbe Daubaner Wald und inmitten einer der bedeutendsten Karpfenregionen Ostdeutschlands soll wieder mehr im Wasser stehen. So kommen die Hobby-Metallbauer¡nnen auf ihre Kosten und setzen Sperrwände aus Stahlplatten in die Entwässerungsgräben im Heidemoor. Die einzelnen Elemente sind maßgefertigt und 90 x 90 cm und 90 x 40 cm groß. Zusammengeschraubt werden sie zu einer 2,60 m breiten Wand und so dann am Stück in den Sand gesetzt - quer zum Entwässerungsgraben.
Ein Karosseriekleber hält die Fugen dicht.
Da quasi kein Gefälle vorhanden ist, entsteht auch kein Wasserdruck, die umliegenden Grabenabschnitte werden nicht verfüllt. Nur aufgeworfener Sand auf beiden Wänden stabilisiert die Stahlwand - das Moor und die dünne Torfschicht gründen hier direkt auf Sand. Nur wenn Holz dauerhaft unter Sauerstoffabschluss im Wasser steckt, verrottet es auch nicht (Prinzip Moor-Eiche). Da der Wasserpegel in einer vom Braunkohleabbau geprägten Region nicht immer kontant ist, droht auch ein Sperrwerk aus Holz zu verrotten. Daher ist hier Stahl die erste Wahl. Was gemacht wird wie überall: Die Freiwilligen zücken ihre Holzsäge und fällen aufwachsenden Birken und Kiefern und ziehen sie in den angrenzenden Wald.
