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9. April 2026 - Draußen

Harz, aber herzlich

Wir waren mal wieder mit knapp 20 Freiwilligen im Nationalpark Harz im Einsatz: Wiederbewaldung und Wasserrückhalt auf ehemaligen Fichtenflächen. 
Im Revier „Acker“ hat es der Wald schwer. Der Boden hat eine geringe Humusauflage, dafür aber viele Steine. Trotz der schwierigen Bedingungen brachten die Freiwilligen 2800 junge Rotbuchen in den Boden.

Für den Erosionsschutz waren wir auch noch im Einsatz:

An einem Weg im Nationalpark war die Grabensohle eines Entwässerungsgrabens bei früheren Starkregenereignissen weggespült worden. Damit kamen Sedimentteile in der Talsperre an, die das örtliche Trinkwasser liefert. Das Trinkwasser vertrübte, und es muss nochmal aufgearbeitet werden, bevor es trinkbar ist. 
Ein intakter Entwässerungsgraben musste wieder her: Also Spitzhacken geschnappt und am Wegesrand einen Graben ausheben! Querstämme und große Steine wurden zum Wasserrückhalt zusätzlich eingebettet und ein Treppensystem in dem Graben angelegt. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers wird so verringert.
Dass das Wasser ungehindert den Berg herabrauschen konnte, liegt auch daran, dass es sich um eine Freifläche handelt, auf der einmal eine Fichtenmonokultur stand. Die Bäume sind vor Jahren aufgrund von Borkenkäferkalamitäten abgestorben und können das Wasser nicht mehr in der Fläche halten.

Einmal mehr: Ein intakter Wald ist lebenswichtig.

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