Die extreme Dürre der vergangenen Jahre setzten dem Sauerland mächtig zu. 123 Ehrenamtliche haben sich dem am Wochenende entgegengesetzt und hier 1000 standortheimische Bäume gepflanzt.
Breitet sich der Borkenkäfer explosionsartig aus, sieht ein Fichtenbestand rasch aus wie Harz. In Unterschönau herrscht daher erhöhte Wachsamkeit, die Jugendgruppe ist bereit zum Eingreifen.
Zwischen 2018 und 2024 sind in vielen Regionen 50 % der Bäume abgestorben durch Dürre, Hitze und den Borkenkäfer. In manchen Gemeinden liegt der Verlust bei über 80 %.
Das Sauerland ruft und Freiwillige kommen zum Pflanztag. Aus Schmallenberg-Holthausen, Münster, Frankenberg, Karlsruhe, Oldenburg und auch aus Dresden.
Die Fichte ist klima- und vernunftbedingt auf dem Rückzug. Wo sie noch - wie im Odenwald - dominiert, wird diese Entwicklung beschleunigt, gerodet und die Laubbaumzukunft eingeläutet.
Wer die Gemälde Friedrichs mit den Augen des Forsthistorikers betrachtet erkennt nicht nur die beginnende Verfichtung Deutschlands, sondern auch die gleichen waldbauliche Fehler wie heute.
Nur mit Handsägen oder Äxten werden Bäume gefällt, entastet und klein geschnitten. Das schont den Boden, schult die Sinne und macht bei Kälte warm und Laune.
Im Sauerland: Wenn der Boden nicht gefroren ist und eins nicht das Pflanzloch mit Schnee statt Muttererde auffüllt spricht nichts gegen Bäume pflanzen bei dünner Schneedecke.
Über Nacht hat es auch im Taunus leicht geschneit. Doch bei Pflanztagen gibt es kein schlechtes Wetter, nur immer etwas Schwund bei den angemeldeten Freiwilligen.
Sollten sich die Fichtenbestände südlich Münchens aufgrund Trockenheit, Käfer oder anderer Kalamitäten auflösen, wird an vielen Stellen vorgesorgt sein. Denn vieltausendfach wachsen bereits Buchen unter alten Fichten.
Der Spessart ist dicht bewaldet - im Gegensatz zu anderen Mittelgebirgen aber nicht nadelholzdominiert. Das Sterben der Fichten führt hier nicht zu großen Freiflächen. Es gibt aber trotzdem genügend Pflanzflächen.