Bergwaldprojekt Blog
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Earth Overshoot Day
Heute ist Earth Overshoot Day. Er markiert den Tag, an dem wir die natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben, die unsere Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Ab heute leben wir auf Pump kommender Generationen.
In Südeuropa stehen derweil Wälder und Buschland in Flammen. Von Spanien über Frankreich bis nach Griechenland kämpfen Feuerwehren gegen immer schwerer beherrschbare Brände. Allein in Frankreich und Spanien mussten mehr als 300.000 Menschen evakuiert werden, über 120.000 Hektar Wald- und Buschland sind bereits vernichtet.
Dass die Waldbrände in Südeuropa sich so rasch ausbreiten, ist nicht allein eine Folge extremer Hitze und wochenlanger Trockenheit aufgrund der fortschreitenden Klimakrise. Großflächige Nadelholzreinbestände wie die Seekiefernplantagen bei Bordeaux wirken vielerorts als Katalysator. Ihre hohe Brennbarkeit und geschlossenen Kronendächer begünstigen eine explosionsartige Ausbreitung der Flammen. Was einst als produktiver Forst galt, entwickelt sich unter den Bedingungen der Klimakrise zunehmend zu einem Hochrisikosystem.
Naturnahe Laubmischwälder sind schwerer entzündlich und wirken als natürliche Barriere. Intakte Waldökosysteme kühlen ihre Umgebung, halten Wasser in der Landschaft, bieten Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und speichern Kohlenstoff.
Der Earth Overshoot Day erinnert uns daran, dass wir nicht nur über unsere ökologischen Verhältnisse leben, sondern damit auch die natürlichen Systeme gefährden, von denen alles Leben abhängt.
Jetzt zählt konsequentes Handeln:
> Klimaschutz beschleunigen.
> Waldökosysteme naturnah entwickeln und widerstandsfähiger machen.
> Wasser in Wald und Landschaft halten.
> Gemeinsam Verantwortung übernehmen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Jeder Tag, um den wir den Earth Overshoot Day weiter nach hinten verschieben, ist ein Gewinn für unsere Wälder, für das Klima und für kommende Generationen.
