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13. Oktober 2025 - Draußen

Vielfalt durch Absterben

Nördlich wuchert die Kleinstadt, im Osten dröhnt die Autobahn, südlich wird industriell Kies abgebaut und westlich darf der Rhein in seinem Schifffahrtsbett gen Nordsee fließen. Kein Grund hier mit der Freiwilligentruppe in einer Riedinsel nicht für mehr Vielfalt zu sorgen. Mit dem Schäleisen in der Hand und dem ringförmigen Entrinden - dem Ringeln in Brusthöhe - von Hainbuchen, Ahornen, Robinien und Buchen.

Noch bilden die hoch- und dichtstehenden Bäume den sonnenbeschienenen Waldrand, eine undurchdringbare grüne Wand.

Das langsame Absterben der Bäume wird dies ändern. Licht wird auf den Boden und durch den Waldrand dringen, die Strauchvegetation wird explodieren. Totholzbewohnende Käfer, holzzersetzende Pilze werden sich einstellen. Umfallende Bäume werden Struktur in das Bachufer am Waldrand bringen. Ein Fest der Vielfalt steht hier an.

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