Bergwaldprojekt Blog
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Was das Rindvieh nicht frisst
Nicht jedes Weidetier frisst alles. Das wird hier am linken Lechufer deutlich. Das erkennen die Freiwilligen auf dem grünen Hügel mit Lechblick. Sie schneiden vor allem den Weißdorn runter, unverbissen, entfernen den Fichtenaufwuchs auf der Fläche. Diese ist ein Magerstandort, eine Waldwiese, unter anderem Lebensraum des Gelbringfalters, einer „Rote Liste-Art“: selten, schützwürdig, super wichtig.
Der Gelbringfalter liebt lichte Wälder wie hier am Lech. Daher: Beweidung der Fläche aus Naturschutzgründen.
Das machen hier Rinder, die mit ihrer Nahrungsaufnahme für eine Lichtigkeit des Gehölzbestandes sorgen. Jedoch (Rinder sind keine Ziegen): um den aufwachsenden Weißdorn machen sie einen Bogen. Weiß-DORN! Und wo der Weißdorn wächst weidet kein Rindvieh, wächst Gehölz, startet die allmähliche Verbuschung der Fläche. Die Freiwilligen ergänzen das Weiderind und entbuschen. Schnipp-Schnapp, damit das Rind seine naturschutzorientierten Beweidung fortsetzen kann, kein Gedorne mehr ein Hindernis ist und der Gelbringfalter wieder flattern kann.
