Bergwaldprojekt Blog
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Verantwortung für Eiben-Raritäten
Eiben sind in hiesigen Wäldern weiterhin eine Seltenheit. In den Wäldern am Albtrauf bei Albstadt sind sie - alt und jung - mit geübtem Auge häufig zu finden. Bis zu 30 Alteiben stehen hier auf einem Hektar. Sie verjüngt sich daher auch sichtbar. Das Vorkommen mit insgesamt gut 1500 kartieren Eiben ist eines der üppigsten ihrer wenigen Vorkommen in Baden-Württemberg. Dem steilen, unzugänglichen Gebiet sei Dank.
Der ansässige Landrat Günther-Martin Pauli vom Zollernalbkreis dazu:
„Dieses einzigartige Eibenvorkommen am Albtrauf ist über Jahrhunderte gewachsen. Wir stehen in der Pflicht, es zu schützen und den Bestand dauerhaft zu sichern. Unser Dank gilt den Freiwilligen, die uns dabei unterstützen.“
Die Freiwilligen schützen hunderte der jungen Eiben einzeln und wirkungsvoll vor Verbiss und Fegerei. Eine Hammerarbeit. Das sogenannte „WaldWunder“, ein Schutz aus Fichtenholz und einzuschlagendem Robinienpfahl, ist schnell angebracht, formstabil sowie luft- und lichtdurchlässig. Geschützt werden die Jungeiben vor Reh- und auch Gamswild, das hier ebenfalls eine gebirgsferne Heimat gefunden hat und dem wie Rehwild das Gift der Eibe nichts anhaben kann. Daher muss das WaldWunder helfen.
