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21. August 2025 - Draußen

Wo der Schutz fehlt

Pflanzung auf der Kuhweide, zwischen Schneenetzrechen. Direkt unter den Freiwilligen liegt der Ort, der es im Januar 2019 in die Nachrichten brachte. Um fünf in der Früh krachte damals eine Lawine in ein Viersternehotel und verwüstete es. Danach war das Wort Schutzwald populär. Viel Geld für viel technische Verbauungen wurde seither in den Hang über Balderschwang gesteckt, um vor Lawinen zu schützen.

Auch ein Schutzwald ist effektiver Lawinenschutz - und schützt zudem vor Muren und Hochwasser. Sein Nachteil: Er braucht Zeit.

Erst in einigen Jahren wird er die Schneenetze vollständig ersetzen können, die dann nicht erneuert werden müssen. Heute wird mit der Pflanzerei ein Anfang gemacht. Tanne, Bergahorn, Bergulme, Sommerlinde, Vogelkirsche, Eibe, Kiefer, Spitzahorn. Ein Bergmischwald soll entstehen. Zu Beginn der Erstaufforstung [die Rodung des Primärwaldes ist schon Jahrhunderte her] noch ergänzt um die Vorwaldarten Sandbirke und Vogelbeere. Ein Stück Allgäuer Zukunftswald - finanziell mitermöglicht durch die LOVAR Stiftung für Umweltschutz.

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