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18. November 2025 - Draußen

Geballte Tannen-Wildlinge

Weiter mit dem Wieder-Einpflanzen, nachdem gestern früh einsetzende Dunkelheit das Pflanzen beendet hatte. Zuvor wurden die zwei- bis dreijährigen Weißtannen in einem Kilometer Entfernung eingesammelt. An einem der wenigen Orte mit reichlich Weißtannennaturverjüngung, großteils sogar unverbissen. Um das Wurzelsystem der Tannen zu schützen wurden sie mit dem Hohlspaten mitsamt umgebendem Bodenballen ausgegraben. 

Weiterer Vorteil: Die mitgebrachte Erde ersetzt die am neuen Standort fehlende. Dieser: sehr flachgründig. Mit der guten Muttererde wird es für die Tannen einfacher, größer zu werden.

Die 120 Tannenwildlingsballen füllen die Löcher, die - Nein, nicht die Fichte - sondern die Esche hinterlassen hat. Als Kalkesche, die auf eher trockenen, flachgründigen Böden wächst, wurden sie vom Falschen Weißen Stängelbecherchen (ein fieser Pilz) dahingerafft. Der Boden macht Arbeit, das Einpflanzen bei schwierigen Bodenverhältnissen dauert fast zehnmal länger als das Ausgraben. Damit sich die Arbeit lohnt, bekommt jedes Tännchen noch eine Holzlättcheneinzeleinhegung als Wildschutz.

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