Bergwaldprojekt Blog
Lesen, was geht
Mit Dichtkunst zur Artenvielfalt
Die Idee mit einem Weiher im Wald, also einem kleinen Gewässer mit Zu- und Ablauf, ist für die Artenvielfalt und die Amphibienbande der Unken, Frösche und Molche perfekt. Ein Weiher, der das Wasser aber nicht halten kann, ist nur was für den Gemeinen Trockenschwimmer im Tierreich.
Sechs Tonnen lehmige Tonerde werden oberhalb des Beckenrandes an den Hang gekippt.
Sie sollen den Unterschied machen. Genauer: Die Freiwillligen machen damit den Unterschied. Die 350 Eimer-Masse wird runtergeschaufelt und auf den steinigen und bisher undichten Beckengrund aus Diabasschotter verteilt. Weitere Verdichtung mit Holzstampfstämmen von Hand. Es schmutzt, der Zulauf läuft weiter. Feuchte Erde zu dichter Erde. Stunden vergehen, irgendwann staut das Wasser. Die Wasserfläche ist gegen Abend groß genug für den ultimativen Test. Beim Steine flippen muss der Stein mindestens zweimal auf der Wasseroberfläche aufditschen, bevor das andere Ufer erreicht ist. Anhaltender Beifall von herbeifliegenden Libellen.
