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14. Juli 2025 - Draußen

Auf die Dauer ohne Bauer

Heuernte in der Rhön. Sensen und Rechen werden geschwungen, damit die auf Mahd angewiesene typische Flora und Fauna des Borstgrasrasens erhalten bleibt. Die Mahd kommt zurück in den Kreislauf und dient der lokalen Schäferei in der Rhön als Futterquelle. Nutznießer der Mahd ist neben den Schafen der Goldene Scheckenfalter, der auf der Fläche seine Nahrungs- und Habitatspflanze findet. Vor fünf Jahren war die Fläche noch komplett verbuscht, wurde freigestellt und wird nun einmal im Jahr gemäht und gepflegt.

Eine Arbeit für Freiwillige, nicht mehr von Landwirten.

Die bäuerliche Landwirtschaft verschwindet allmählich. Strukturwandel im ländlichen Raum und industrielle Landwirtschaft machen ehemals extensiv genutzte Flächen zu Brachland. Doch die extensive Landnutzung in präindustriellen Wirtschaftszeiten sorgte für einen prägenden Anstieg der Biodiversität in den Offenlandbiotopen. Ohne Bauern muss die Biodiversität hier nun von Freiwilligen gefördert werden - in dieser Woche wieder von Menschen ohne und mit Beeinträchtigungen.

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