Bergwaldprojekt Blog
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Nichts Schöneres als Sensen
Die in der Ausschreibung versprochene Mischung aus Ziegen, Schwarzwald und Juni-Termin („eine freundliche Jahreszeit“) brachte Christina (42) ins Murgtal („Schön dort. Ich will da nochmals hingehen.“) zur Landschaftspflege.
„Ich bin durch gezieltes Googeln auf das Bergwaldprojekt gestoßen. Ich hatte Lust auf ökologische Freiwilligenarbeit mit Bewegung und draußen sein. Die Woche war dann, wie ich es mir vorgestellt hatte:
eine gute Gemeinschaft, die Leute haben gepasst, eine Klassenfahrtsatmosphäre. Es war ein positives Erlebnis.
Die Erfahrung, dass man mit körperlicher Arbeit gemeinsam einiges zustande bringt, war schön. Die Arbeit empfand ich als meditativ, nicht so kompliziert. Ein Fitnessstudio im Freien, in einer schönen Umgebung. Ich mache im Beruf schon genug Kompliziertes, ich mag keine planerische Arbeit wie Zäune bauen [für Ziegenweiden] oder das Arbeiten mit Spezialwerkzeugen. Ich will den Kopf ausschalten, mich körperlich austoben.
Ich könnte den ganzen Tag sensen, es ist ein schöner Bewegungsablauf.
Ich fand die Arbeit nicht destruktiv - Dinge wegzunehmen ist wie Gartenarbeit. Die Erklärung dazu war hilfreich, das Endziel immer klar. Wir sahen seltene Blumen [Geflecktes Knabenkraut] und Schmetterlinge, die den Sinn der Arbeit verdeutlichten. Die Leiter waren engagiert und alle immer überzeugend begeistert und leidenschaftlich.
Die Zusammensetzung der Gruppe war diverser als gedacht,
und Ältere waren stärker präsent, als ich erwartet habe. So trifft man Menschen, denen man sonst nicht begegnet wäre, unterhält sich mit älteren Herren, die handfeste Berufe haben und überraschend ähnliche politische Einstellungen haben. Die Verbundenheit zur Natur und die Idee, in der Freizeit etwas dafür zu machen: das war die verbindende Einstellung der Gruppe. Natürlich ist es unrealistisch, im 21. Jahrhundert immer umweltfreundlich zu leben, wir alle machen ständig Kompromisse.
Die Woche war eine Bestätigung für die Dinge, die ich mag und die Vorlieben, die ich schon habe.“
