Bergwaldprojekt Blog
Lesen, was geht
Hand anlegen an großen Fichten
Wenn abends die Gabel beim Essen aus der Hand fällt: das kommt davon. Den ganzen Tag wird kraftvoll zugegriffen und Kraft ausgeübt. Handarbeit pur. Nach Werkzeugkunde und Sicherheitsbelehrung zu Wochenbeginn: Baumfällerei mit Axt und Säge. Im Visier: zwei Dutzend Fichten, gut 70-jährig. Mit Äxten werden Fallkerbe rausgeschlagen, mit der Säge der entscheidende Schnitt getan.
Anschließend wird alles von Hand aufgearbeitet. Stammholz auf 4,60 m für spätere Dachlatten und Zaunpfähle für Hordengatter, Brennholz für das Waldcamp.
Alles bleibt zunächst liegen, wird geschält (kein Platz für Borkenkäfer!). Die Fichten sind schneller gewachsen als die wenigen Buchen zwischen ihnen. So sehen die Buchen entsprechend leicht verkümmert aus bei wenig Sonnenlicht, doch sie sind noch vital. Sie bekommen nun Platz, nicht gleich zu viel, damit es keinen Sonnenbrand gibt und sie nicht allein auf der Fläche stehen. Sie sollen zu wertvollen Samenbäumen im schrumpfenden Nadelbestand werden.
