Hachenburg

Westerwald

Hin zu naturnahen Wäldern im Hohen Westerwald: Die Region um Hachenburg im Hohen Westerwald kennzeichnet das für dieses Mittelgebirge typische Mosaik aus sanften Hügeln mit Wäldern und Offenlandbiotopen. Im Süden schließt malerisch auf mehr als 400 m Höhe das Plateau mit den sieben Weihern der Westerwälder Seenplatte an. Nördlich von Hachenburg liegt das Naturwaldreservat Nauberg, ein auf 110 ha komplett geschützter Wald. Schutzzweck ist der Erhalt, die natürliche Entwicklung und Erforschung von für den Hohen Westerwald typischen Buchenwäldern und Eichen-Hainbuchenwäldern auf Basaltstandorten. Auch der Wald um Hachenburg leidet massiv unter der Dürre der letzten Jahre. 

Arbeiten

Waldpflege und Erosionsverbau: Die Fichte, die Hauptbaumart im Forstamtsbereich, stirbt flächig ab. Auch hier will das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen die Entwicklung im Sinne einer naturnahen Waldnutzung weiter unterstützen, weg von labilen naturfernen Strukturen hin zu resilienten naturnahen Wäldern. Also egal, ob es um das Thema Wasserrückhalt, ökologische Waldränder, Wald- oder Kulturpflege geht – der Bergwaldprojekt e.V. ist mit dabei und baut mit Freiwilligen Erosionsschutz-Kästen, fördert seltene Baumarten, baut Zäune oder pflegt bereits erfolgte Pflanzungen.

Aufgemerkt: Die angegebenen Arbeiten können sich auf Grund des Wetters und anderen Ereignissen kurzfristig ändern - vielen Dank für euer Verständnis.

Lage

Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.

Projektpartner: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Über 42 % der Landesfläche von Rheinland-Pfalz, das heißt 840.000 ha, sind mit Wald bedeckt. Rheinland-Pfalz ist mit 42,3 % Waldanteil gemeinsam mit Hessen das relativ waldreichste Bundesland, dementsprechend hoch ist hier die Bedeutung des Waldes. Der größte Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz sind die Kommunen. Der hohe Gemeindewaldanteil von 47 % stellt eine Besonderheit in Deutschland dar. Im Bundesdurchschnitt umfasst der Kommunalwald nur 20 % der Waldfläche. Der hohe Gemeindewaldanteil in Rheinland-Pfalz geht auf Fränkische Siedlungen und die sogenannte „Allmende“ als Gemeineigentum zurück. Vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz konnten die Gemeinden ihr Eigentum bewahren.

Landesforsten ist auf nahezu der gesamten Waldfläche tätig. Sie bewirtschaftet die landeseigenen Wälder und ist Dienstleister für die Bewirtschaftung des kommunalen Waldes sowie zur Betreuung von privatem Waldeigentum. Landesforsten obliegt die hoheitliche Aufsicht über die Wälder von Rheinland-Pfalz. Anders als in anderen Bundesländern gibt es hier also noch die Einheitsforstverwaltung (Ein Einheitsforstamt ist sowohl für den Staatswald als auch für den kommunalen und den privaten Wald zuständig.). 

Die Wälder in Rheinland-Pfalz waren ursprünglich Buchen-Eichen-Mischwälder und Buchenwälder. Sie bedeckten 90 % der Landesfläche in Rheinland-Pfalz. Zerstörung der Wälder auch infolge der beiden Weltkriege und Übernutzung zu Zeiten der Industrialisierung sowie eine daraus resultierende Nadelholzwelle hatten das Gewicht deutlich zugunsten der Nadelhölzer insbesondere der Fichte und der Kiefer verschoben.

Heute nimmt wieder die Buche den höchsten Waldflächenanteil aller Baumarten in Rheinland-Pfalz ein. Auch von Natur aus käme sie am häufigsten vor. Sie wächst derzeit auf 21,8 % der Waldfläche und liegt damit vor der Eiche (20,2 %). Danach folgen die Fichte (19,5 %) und die Kiefer (9,9 %). Der Laubbaumanteil liegt in Rheinland-Pfalz bei fast 60 %, der Nadelbaumanteil bei knapp 40 %. Das Konzept der naturnahen Waldbewirtschaftung ist aus Sicht von Landesforsten die beste Strategie, um den Wald zu schützen, seine Leistungsfähigkeit für den gesamten Naturhaushalt zu erhalten und die vielfältigen Bedürfnisse der Waldnutzer*innen zu befriedigen.

Forstamt Hinterweidenthal

Das Forstamt betreut ein rund 16.000 ha großes Waldgebiet, das sich nach Norden über das Schwarzbachtal zum Eschkopf mit 609 m ü. NN und nach Süden bis Darstein und den Burgberg „Lindelbrunn“ erstreckt. Im Osten und Westen wird das Gebiet durch die Ortsgemeinden Lug und Rodalben begrenzt. Die Waldflächen liegen im Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands.

Das Forstamt selbst gliedert sich in 10 Forstbetriebe und 6 Forstreviere. Diese haben die Aufgabe, Waldbesitzer*innen zu beraten, Holz bereitzustellen, Wald als Erholungsgebiet zu erhalten und zu gestalten, sowie Naturschutzziele umzusetzen. Der Bergwaldprojekt e.V. arbeitet seit 2002 mit dem Forstamt zusammen – dieses Jahr in einer Projektwoche.

Zur Webseite des Forstamts Hinterweidenthal

Blogbeiträge aus Hachenburg