Bergwaldprojekt Blog
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Wurzelfilz im Flugsand
Voilà. Wieder ein Wurzelfilzstrang des Land-Reitgrases. Der ist hier gerade im Flugsand [der geht ins Auge] nicht erwünscht. Der riesige Sandhaufen ist ein Hammer-Biotop für Kreiselwespe, Steppen-Grashüpfer, Ödlandschrecken und Heidelerchen sowie einer Menge floristischer Raritäten. Die mageren Sandflächen der Alzenauer Sande sind Reste eiszeitliche Hinterlassenschaften, die mal abgebaut, beweidet oder befestigt wurden. In jüngster Zeit haben sich die Standortbedingungen wieder stark gewandelt.
Viel Licht und viel Nährstoffe verändern nun das Biotop.
Ein Orkan hat den Kieferaltbestand nachhaltig minimiert. Der unsichtbare und allgegenwärtige Stickstoffeintrag aus der Luft düngt den Sandmagerrasen. Überall wächst und wuchert was. Das Biotop soll aber aus Artenvielfaltsliebe teilweise erhalten bleiben. Pflegearbeit! Neben den Allerweltsneophyten Kermesbeere und Traubenkische nervt hier das Land-Reitgras. Mit seinen lange unterirdischen Ausläufern breitet es sich im Sandhaufen stark aus, bildet dichte, straffe Horste. Auf einem Teil der Fläche wird das unterbunden - dank den buddelnden Freiwilligen.
