Neu­kirchen - Knüll

Knüllgebirge in Nordhessen

Weite Blicke auf den Kuppen des Knüll: Das Knüllgebirge, kurz der Knüll genannt, ist ein Mittelgebirge in Nordhessen südlich von Kassel, eingegrenzt von der Rhön, dem Vogelsberg und dem Fulda-Tal. Der höhere Knüll ist dünn besiedelt, aber stark bewaldet, die flachwelligeren Ausläufer sind stark landwirtschaftlich geprägt. 

Arbeiten

Pflege von Offenlandschaften und seltenen Waldbiotopen: Der Einsatzort im Knüllwald (Schwalm-Eder-Kreis) steht ganz im Zeichen der Waldbiotoppflege. Gemeinsam mit dem Forstamt Neukirchen (HessenForst) entfichten die Bergwaldprojekt-Freiwilligen seit 2017 wertvolle Feuchtbiotope und pflegen lichte Kiefernwälder mit Orchideenwiesen. Auch Hutewälder und magere Wiesen gilt es zu erhalten. Die Arbeiten im Knüll sind so vielfältig wie die Landschaft.

Aufgemerkt: Die angegebenen Arbeiten können sich auf Grund des Wetters und anderen Ereignissen kurzfristig ändern - vielen Dank für euer Verständnis.

Lage

Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.

Projektpartner: HessenForst

Der Landesbetrieb HessenForst hat als Hauptaufgabe, den 342.000 ha großen hessischen Staatswald nachhaltig zu pflegen und zu bewirtschaften. Dies geschieht sowohl mit einer erwerbswirtschaftlichen als auch mit einer gemeinwohlorientierten Zielsetzung. Darüber hinaus steht der Landesbetrieb anderen Waldbesitzer*innen und forstlichen Zusammenschlüssen beratend zur Seite. Auch dem Naturschutz hat sich HessenForst, spätestens seit der Festlegung der Naturschutzleitlinie im Jahr 2010, verpflichtet. In Hessen gibt es 583 Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und 60 Vogelschutzgebiete. Davon liegen ¾ der FFH-Gebiete und 60 % der Vogelschutzgebiete im Wald – Buchenwälder haben den größten Anteil an den Wald-FFH-Gebieten. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) hat in Hessen optimale Wuchsbedingungen, denn sie findet dort gut durchfeuchtete Böden in sommerkühlen Klimalagen vor. Etwa jeder dritte Baum in Hessen ist eine Rotbuche.

Forstamt Hessisch Lichtenau

Das Forstamt Hessisch Lichtenau bewirtschaftet mit 14 Revierförstereien ca. 21.000 ha Wald. Prägende Baumarten sind die Buche, die Fichte, die Eiche, die Kiefer und die Lärche. Das Forstamtsgebiet Hessisch Lichtenau umfasst sehr verschiedene Landschaftsräume. Diese Vielfalt in Verbindung mit großflächigen naturnahen Wäldern hat zu einer herausragend hohen Biodiversität geführt: Die Region wurde vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen der ‚Nationalen Strategie der biologischen Vielfalt‘ als einzige in Hessen als „Hotspot der biologischen Vielfalt“ benannt. Diese Auszeichnung stellt für das Forstamt Hessisch Lichtenau eine besondere Verpflichtung dar; die Renaturierung der Waldmoore hat dort hohe Priorität. Die ausgedehnten Wälder sind aber auch Einzugsgebiet für zahlreiche Fließgewässer, sodass neben dem Wasserrückhalt in den Mooren auch der Rückhalt in den forstlichen Beständen als Daseinsvorsorge gilt.

Der Bergwaldprojekt e.V. arbeitet seit 2016 mit dem Forstamt Hessisch Lichtenau zusammen, dieses Jahr in 4 Wochen.

Zur Webseite des Forstamts Hessisch Lichtenau

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