Maintaunus, Sulzbach

Taunus

Wärme und Artenvielfalt: In Sulzbach am Taunus treffen die Ausläufer des Main-Taunus-Vorlandes auf die geologischen Strukturen des Hochtaunus. Neben den geologischen Strukturen des Hochtaunus finden sich hier häufig nährstoffreiche Lößablagerungen und Sedimente aus dem Tertiär. Der Waldanteil liegt hier nur bei 14 %, während die landwirtschaftliche Fläche rund 34 % der Gemarkungsfläche ausmacht. Man findet hier Buchenwälder und absterbende Fichtenbestände vor. Direkt angrenzend an Sulzbach liegt das Arboretum Main-Taunus, wo auf 76 ha insgesamt 600 Baumarten aus aller Welt wachsen. Wertvolle Biotopverbünde und Streuobstwiesen bilden hier ein Habitat für den seltenen Schwalbenschwanz.

Arbeiten

Das Bergwaldprojekt engagiert sich hier gemeinsam mit dem Forstamt Königstein (Hessenforst) für die naturnahe Wiederbewaldung ehemaliger Fichtenflächen vor allem mit wärmeliebenden heimischen Baumarten wie Traubeneiche, Spitzahorn, Kirsche, Elsbeere und Esskastanie. Dadurch wird die Resilienz der Wälder vor Ort gegen Trockenheit erhöht, ein wertvoller Humusaufbau gesichert und die Artenvielfalt verbessert.

Lage

Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.

Projektpartner: HessenForst

Der Landesbetrieb HessenForst hat als Hauptaufgabe, den 342.000 ha großen hessischen Staatswald nachhaltig zu pflegen und zu bewirtschaften. Dies geschieht sowohl mit einer erwerbswirtschaftlichen als auch mit einer gemeinwohlorientierten Zielsetzung. Darüber hinaus steht der Landesbetrieb anderen Waldbesitzer*innen und forstlichen Zusammenschlüssen beratend zur Seite. Auch dem Naturschutz hat sich HessenForst, spätestens seit der Festlegung der Naturschutzleitlinie im Jahr 2010, verpflichtet. In Hessen gibt es 583 Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und 60 Vogelschutzgebiete. Davon liegen ¾ der FFH-Gebiete und 60 % der Vogelschutzgebiete im Wald – Buchenwälder haben den größten Anteil an den Wald-FFH-Gebieten. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) hat in Hessen optimale Wuchsbedingungen, denn sie findet dort gut durchfeuchtete Böden in sommerkühlen Klimalagen vor. Etwa jeder dritte Baum in Hessen ist eine Rotbuche.

Forstamt Neukirchen

Das Forstamt Neukirchen erstreckt sich über einen großen Teil des Knülls (das Gebiet hat seinen Namen vom Ausgangsgestein Basalt (Knolle)), von Alsfeld bis Malsfeld sowie von Schwalmstadt im Westen bis hin zur Grenze des Schwalm-Eder-Kreises im Osten. Mit 11 Revierförstereien werden über 18.000 ha Landeswald bewirtschaftet. Der Wald weist eine gemischte Struktur aus Laub- und Nadelhölzern und eine hohe Artenvielfalt auf. Im Forstamtsbereich brüten seltene Vogelarten wie Schwarzstorch, Wanderfalke, Wespenbussard und Kolkrabe. Der Bergwaldprojekt e.V. arbeitet seit 2017 mit dem Forstamt zusammen – dieses Jahr in 1 Woche.

Zur Webseite des Forstamts Neukirchen