Kempten
Allgäu
Weg von labilen Reinbeständen: Der Kempter Wald liegt im Oberallgäu östlich von Kempten und umfasst eine Fläche von 12,04 km². Über die Hälfte des Gebiets ist als FFH-Gebiet unter Schutz gestellt. Er ist durch viele wertvolle Waldmoore und Moorwälder gekennzeichnet, was typisch für die voralpine Moor- und Hügellandschaft ist. In den trockenen Bereichen dominieren noch labile Fichtenwälder.
Arbeiten

Wir arbeiten im Revier Kempter Wald des Forstbetriebs Sonthofen (Bayerische Staatsforsten). Ziel ist der langfristige Umbau der labilen Fichtenwälder im Kempter Wald in stabile und artenreiche Mischwälder aus Tanne, Buche und anderen standortheimischen Bäumen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für den Trinkwasserschutz und die Biodiversität im arten- und moorreichen Kempter Wald geleistet. Seit einigen Jahren arbeitet das Bergwaldprojekt im Waldumbau und pflanzt im Voranbau unter Altfichten oder auf offenen Sturmflächen standortheimische Tannen, Buchen, Eiben, Schwarzerlen und Bergahorn, um einen klimastabilen und gemischten Wald der Zukunft zu gestalten.
In diesem Herbst pflanzen wir Tannen, Schwarzerlen und Bergahorn.
Aufgemerkt: Die angegebenen Arbeiten können sich auf Grund des Wetters und anderen Ereignissen kurzfristig ändern - vielen Dank für euer Verständnis.
Lage
Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.
Projektpartner: Bayerische Staatsforsten
Die Bayerischen Staatsforsten (BaySf) bewirtschaften mit rund 2.700 Beschäftigten den bayerischen Staatswald, insgesamt rund 805.000 ha. Sie sind damit der größte Waldbesitzer Deutschlands. Von den Alpen bis zum Frankenwald, vom Fichtelgebirge und Bayerischen Wald bis ins Vorland der Schwäbischen Alb. Die Wälder, die von den Bayerischen Staatsforsten betreut werden, sind so vielfältig wie das Bundesland selbst. Auf dieser Waldfläche wachsen jedes Jahr 6,1 Mio. Kubikmeter Holz nach, von denen etwas weniger als fünf Millionen Kubikmeter geerntet werden. Im Augenblick gibt es mit ca. 65 % gegenüber 35 % Flächenanteil mehr Nadelholz als Laubholz in den bayerischen Staatswäldern. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der damit einhergehenden Herausforderungen setzen die BaySf auf Waldumbau und planen in den nächsten ca. 40 Jahren das Verhältnis Nadelholz zu Laubholz auf ca. 55 % zu 45 % zu verschieben. Klimastabile Mischwälder sind das Ziel. Waldökologische Themen wie Biotopbäume und Totholz, Artenvielfalt und Strukturreichtum in den Waldbeständen sind wichtige Themen der internen Strategie der Bayerischen Staatsforsten.
Forstbetrieb Sonthofen
Der Forstbetrieb Sonthofen beinhaltet die Landschaft vom Alpenvorland zwischen Kempten und Füssen bis zu den Allgäuer Hochalpen und umfasst circa 18.000 ha. Als Naturschutzwald sind davon rund 5.500 ha ausgewiesen, als Besonderheit gelten außerdem die über 500 ha großen Spirken-Moorwälder. Seit 1991 ist der Forstbetrieb Sonthofen Partner des Bergwaldprojekt e.V.. Aktuell beträgt der jährliche Projektumfang eine Woche.
