Karlsruhe

Artenreiche Wälder: Das Karlsruher Stadtgebiet liegt zerstreut vom Rhein über den Hardtrücken und die Kinzig-Murg-Rinne bis ins Vorland von Schwarzwald und Pfinzgau. Somit sind vielfältige Landschaften in einer für das Baumwachstum günstigen geologischen und klimatischen Lage Ausgangssituation für den Wald. Das spiegelt sich in der Baumartenvielfalt wider. Neben der vorherrschenden Baumart Rotbuche mit 18 % kommen hier Eiche, Berg- und Spitzahorn, Esche, Schwarzpappel und Hainbuche vor – um nur einen Ausschnitt der Palette zu nennen. Nadelhölzer sind lediglich mit 11 % am Waldbild beteiligt, beispielsweise Kiefer, Fichte und Douglasie.

Arbeiten

Astscheren für die Artenvielfalt: So sehr die Wälder rund um Karlsruhe von uns Menschen als Erholungsraum auch geschätzt werden – die Nähe zur Stadt birgt auch Gefahren für den Wald. Denn mancher Mensch nutzt ihn auch als Entsorgungsort, zum Beispiel für unbeliebte Gartenabfälle. Auf diese Weise ist der Kirschlorbeer in dieses Ökosystem eingewandert. Der immergrüne Strauch ist relativ anspruchslos an seinen Standort und sehr wuchskräftig. Damit überwuchert er schnell die Naturverjüngung und wird zur dominierenden Pflanze. Zwar ist der Kirschlorbeer für Insekten und Vögel nicht völlig nutzlos, allerdings deutlich weniger wertvoll als typische Waldrand-Sträucher wie Weißdorn, Schlehe oder Eberesche. Deshalb durchkämmen wir gemeinsam mit Freiwilligen an diesem Einsatztag mit Astscheren und Handsägen den Wald und schneiden die Kirschlorbeere ordentlich zurück.

Aufgemerkt: Die angegebenen Arbeiten können sich auf Grund des Wetters und anderen Ereignissen kurzfristig ändern - vielen Dank für euer Verständnis.

Lage

Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.

Projektpartner: Stadt Karlsruhe

Zur Stadt Karlsruhe gehören 2.250 ha Wald, das sind rund 13 % der Gemarkungsfläche. Die vielen Aufgaben, die mit dem Wald einhergehen, obliegen den drei Revierförster*innen in den Revieren West, Mitte und Ost. An oberster Stelle steht hierbei der Schutz, die Erhaltung und die Verjüngung des Stadtwaldes. Durch die Klimakrise wird diese Aufgabe zu einer Herausforderung, sind doch fast alle Hauptbaumarten negativ betroffen, von der Kiefer über die Fichte, die Buche, den Bergahorn und viele weitere Arten. 2020 wurde vom Forstamt Karlsruhe ein Konzept zur Klimaanpassung für den Stadtwald entwickelt, das die naturnahe Waldbewirtschaftung mit dem Ziel eines Mischwaldes in den Fokus stellt. Dafür wird vorrangig auf natürliche Verjüngung gesetzt, die durch die Pflanzung weiterer Mischbaumarten ergänzt wird. Auch die Jagd wird auf eine vielfältige Verjüngung des Waldes abgestimmt, sodass der Wildverbiss in einem verträglichen Maße bleibt. Außerdem wird weiterhin auf eine nachhaltige Nutzung geachtet. Übersteigt die Ernte von Schadholz die vorher angedachte Holzmenge, wird kein weiteres gesundes Holz eingeschlagen, wie zum Beispiel 2023 geschehen.

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