Schmiedefeld am Rennsteig
Biosphärenreservat Thüringer Wald
Moore im Naturschutzgroßprojekt: Der Thüringer Wald weist in seiner Mitte eine enorme Vielfalt auf: Glucksende Gebirgsbäche, surrende Bergwiesen und stille Moore bilden ein wertvolles Mosaik an Lebensräumen. Zahlreiche seltene Arten wie die Trollblume, das Wollgras, der Schwarzstorch oder der Feuersalamander finden hier einen Rückzugsort für ihr Überleben. Um diesen Artenreichtum zu erhalten, hat die Naturstiftung David das Naturschutzgroßprojekt Bäche Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald ins Leben gerufen.
Arbeiten

Moorwiedervernässung: Waldmoore können, müssen aber nicht bewaldet sein. Ihr Name beruft sich auf ein bewaldetes Wasser-Einzugsgebiet, sie liegen also im Wald. In diesem Fall im Thüringer Wald. Doch auch hier haben Menschen in der Vergangenheit Entwässerungsgräben angelegt, um das Moor trockenzulegen und es beispielsweise durch Aufforstungen nutzen zu können. Heute liegt der Fokus weniger auf der Holzproduktion und mehr auf dem Dreiklang aus Wasserrückhalt, Biodiversität und nebenbei auch Kohlenstoffvorrat. Wasser ist zu einer wertvollen Ressource geworden, die wir gerade in längeren Trockenperioden möglichst lange in der Landschaft halten wollen. Deshalb greifen wir in den Projektwochen gemeinsam mit Freiwilligen zu Wiedehopfhauen, Spaten und Hämmern und verbauen und verfüllen die Entwässerungsgräben. Damit bleibt das Wasser länger im Moor, verhindert dessen Zersetzung und garantiert einen Lebensraum für dessen tierische und pflanzliche Spezialisten.
Lage
Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.
Projektpartner: Naturstiftung David
Die Naturstiftung David wurde 1998 vom BUND Landesverband Thüringen e.V. ins Leben gerufen. Ziele der Stiftung sind der Natur- und Klimaschutz, der mit jährlich bis zu 100.000€ im Rahmen verschiedener ostdeutscher Naturschutzprojekte gefördert wird. Zudem engagiert sich die Naturstiftung David bundesweit in langfristigen, eigenen Projekten, wie dem Großnaturschutzprojekt Hohe Schrecke.


