Meckenbach

Nordpfälzer Bergland

Eingebettet in einem idyllischen Seitental der Nahe: Hier liegt Meckenbach in den nördlichen Ausläufern des Nordpfälzer Berglands. Diese Mittelgebirgslandschaft ist geprägt von sanften Kuppen, tief eingeschnittenen Tälern und bewaldeten Hängen, die der Region ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Im Wechselspiel zwischen offenen Talauen und dichten Waldgebieten hat sich hier eine vielfältige Kulturlandschaft entwickelt. Der markante Südhang oberhalb der Ortschaft ist nicht nur ein prägendes Landschaftselement, sondern auch Schauplatz des neuen Projektgebiets, in dem sich das Bergwaldprojekt gemeinsam mit Freiwilligen für Erosionsschutz und Wasserrückhalt im Wald engagiert.

Arbeiten

Für die Hangstabilisierung: Der Wald oberhalb von Meckenbach ist ein Ökosystem im Wandel. Die Hänge zeigen hautnah die Risiken kollabierender Waldökosysteme und ihrer Gemeinwohlleistungen für uns Menschen. Durch die Klimakrise häufiger und stärker werdende Extremwetterereignisse und eine zu hohe Verbiss- und Trittbelastung durch eine nicht heimische Muffelwild-Population sorgen für eine fortschreitende Erosion des Steilhanges oberhalb von Meckenbach. Diese bedroht die kleine Ortschaft schon bei mittelstarken Niederschlagsereignissen in Form von Schlamm und Geröll immer wieder.

Durch die geplanten Maßnahmen wollen wir vom Bergwaldprojekt mit den Freiwilligen ein stabiles Waldökosystem fördern, das als natürlicher Wasserspeicher fungiert und den darunter liegenden Ort vor Hangrutschungen schützt. Mit Sappie, Kehrhaken und vereinten Kräften errichten wir Holzkastenbauten zur Stabilisierung des Steilhangs. Diese traditionelle Bauweise verbindet robuste Eichenstämme zu langlebigen Stützstrukturen, die dem Hang Halt geben, den Wasserabfluss regulieren und bei Starkregen bremsen. Zum Schutz der Vegetation vor Verbiss bauen wir Zäune, um eine natürliche Wiederbewaldung des erodierenden Steilhanges zu erreichen. Mit jedem stabilisierten Hangabschnitt schaffen wir nicht nur Sicherheit für die Gemeinde Meckenbach, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz im gesamten Nahe-Einzugsgebiet und zur Klimaanpassung.

Lage

Die angegebenen Koordinaten dienen der Orientierung und zeigen nicht die exakten Arbeitsflächen.

Projektpartner: Gemeinde Meckenbach

Meckenbach liegt in einem Seitental der Nahe mitten in der Natur am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald – zentral zwischen den größeren Städten Trier, Saarbrücken und Mainz. Die Gemarkung Meckenbach umfasst 378 ha, davon sind etwa 220 ha bewaldet. Der Wald erfüllt mehrere Funktionen für die Gemeinde: Unter anderem sichert er an steilen Lagen den Hang vor Erosion. Diese Funktion kann der Wald am Rand von Meckenbach nicht mehr erfüllen. Hier unterstützt das Bergwaldprojekt ab 2026.  

Forstamt Bad Sobernheim

Die Wälder im Einzugsgebiet der mittleren Nahe liegen in der Verantwortung des Forstamts Bad Sobernheim. Das Betreuungsgebiet umfasst eine West-Ost-Ausdehnung von Kirn und Sien bis Bad Münster am Stein Ebernburg sowie in Nord-Süd-Richtung vom Lützelsoon bis Becherbach in der Pfalz. Neben den Flüssen Nahe und Glan prägen ausgedehnte Wälder die Landschaften innerhalb des Forstamtsbereiches.
Aus dem Zusammenspiel von Geologie und Klima ergeben sich im Bereich des Forstamtes sehr interessante Waldstandorte. Für Deutschland sehr ungewöhnlich sind die sehr steilen und flachgründigen Hänge entlang der Nahe, die sich durch das harte Vulkangestein (Porphyr) tief eingegraben hat. Durch die Kombination aus einer geringmächtigen Oberbodenschicht, wenigen Nährstoffen im Ausgangsgestein, dem sehr warmen Weinbauklima und nur etwa 600 mm / m² Jahresniederschlag sind diese Hänge Grenzstandorte für den Wald. Typischerweise stocken hier sehr lichte Waldbestände mit niedrigen und langsam wachsenden Eichen sowie dem Felsenahorn.