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Waldumbau als Resilienzprogramm gegen den Klimawandel

Das vergangene Jahr war wieder einmal das wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren. Leider wurden die hohen Temperaturen auch von einer monatelangen Trockenheit begleitet, welche enorme Auswirkungen auf Wald- und Landwirtschaft hatten.
Der Klimawandel ist kein fernes Zukunftsszenario mehr, sondern wirkt sich unmittelbar auf die Wälder aus. Der Humus und der Oberboden trocknen in Dürreperioden nach und nach aus. Altbäume erleiden Schädigungen des Feinwurzelsystems und sind damit in den Folgejahren gegen Schadinsekten wie z. B. Borken- und Splintkäfer, die durch die warme Witterung ihrerseits begünstigt werden, sehr anfällig. Aber auch viele frisch gepflanzte Jungbäume und im Extremfall auch Naturverjüngung verdorren, je nach Standort. Millionen von Jungbäumen müssen nun nachgepflanzt werden. Zusätzlich sind die Wälder im Frühjahr und Sommer direkt von leicht entstehenden Feuern gefährdet. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, aber auch Blitzschläge lassen gefährliche Brände in den teilweise staubtrockenen Wäldern entstehen. Fichten- und Kiefernbestände sind am stärksten gefährdet. Diese beiden Baumarten, die eigentlich aus der Kälte kommen und eher an das skandinavische Klima angepasst sind, bilden zusammen immer noch 56 % des Waldes in Deutschland.
Labile Fichten- und Kiefernwälder sind, wie das Frühjahr 2019 gezeigt hat, zudem auch stark sturm- und schneebruchgefährdet und versauern durch ihre schlecht abbaubaren Nadeln die Humusschicht. Wasser und Nährstoffe können so nur schlecht gespeichert werden. Darum ist der Umbau dieser labilen Nadelholzforste in klimastabile Mischwälder eine wichtige Generationenaufgabe, an der das Bergwaldprojekt Anteil nimmt. Mit der Einbringung standortheimischer Laubbäume wie z. B. Buche, Eiche und Bergahorn sowie der Weißtanne entwickeln unsere Wälder eine viel höhere Widerstandskraft gegen den Klimawandel. Ihre Resilienz wird erhöht.
Mithilfe der Pflanzung von Weißtanne und Rotbuche in den südlichen Mittelgebirgen und den Alpen unter labilen Fichtenaltbeständen wird der Humusschwund gestoppt, das Wasser- und Nährstoffspeichervermögen verbessert und nach und nach die Bestandsstabilität erhöht. Die nach Stürmen auf den entstandenen Freiflächen eingebrachten Eichen, Linden, Hainbuchen, Vogelkirschen und Bergahorne erhalten die durch Erosion gefährdete Humusschicht und erhöhen in erheblichem Maß die Artenvielfalt. Pflanzt man in wärmeren Gebieten unter labilen Altkiefern Buchen, Spitzahorne, Elsbeeren, Ulmen und Speierlinge, wird die Generierung und Filterung von Trinkwasser innerhalb weniger Jahre potenziert und viele gefährdete Insekten- und Vogelarten finden wieder Lebensraum und Nahrung.
Das Bergwaldprojekt arbeitet in öffentlichen Wäldern. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Baumspende in Kommunalwäldern, Nationalparken und Biosphärenreservaten sowie in den Landesforsten der einzelnen Bundesländer.

Für eine Baumspende in Höhe von 17,00 Euro (Spendenkonto: GLS Bank, IBAN DE87430609678022916200, BIC GENODEM1GLS, Betreff: Bäume spenden) pflanzen und schützen wir jeweils einen standortheimischen Baum in einem unserer Waldumbauprojekte. Sie erhalten ein personalisiertes Zertifikat, das Standort, Baumart und Zeitpunkt der Pflanzung beinhaltet. Bitte schicken Sie uns eine E-Mail an info@bergwaldprojekt.de mit dem Namen der Person, für die das Zertifakt ausgestellt werden soll, die Anzahl der Bäume und die Adresse, an welche wir das Zertifikat schicken sollen. Gerne können Sie Zertifikate auch telefonisch unter 0931- 452 62 61 bestellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.