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Wald - Garant unserer Lebensbedingungen

Wälder stabilisieren das Klima, filtern unsere Atemluft und versorgen uns mit Trinkwasser. Natürliche Waldgesellschaften sind als Lebensgemeinschaften unzähliger Arten die Bewahrer der Vielfalt des Lebens. Naturnahe Bergwälder der Mittelgebirge und der Alpen bieten Schutz vor Erosion, Hochwasser, Steinschlag und Lawinen. Im Wald finden wir Ruhe und Entspannung, sie helfen unsere Gesundheit zu erhalten. Und als Lieferant nachwachsender Rohstoffe stellen sie seit Jahrhunderten unsere wertvollsten Wirtschaftsgüter dar. Mehr als ein Drittel der Fläche Deutschland ist bewaldet.

Bedrohliche Schäden nehmen zu

Der Zustand des Waldes in Deutschland ist Besorgnis erregend. Die Waldzustandsberichte  belegen dies seit langem. Mehr als zwanzig Jahre sind vergangen, seit das Thema Waldsterben erstmals von der Wissenschaft, der Politik und der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Trotzdem haben die Schäden weiter zugenommen.

Mehr dazu unter www.bmelv.de


Der Wald wird seit Jahrzehnten durch hohe Schadstoffeinträge aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft geschwächt. Besonders schwer geschädigt sind Eichen, Buchen und Fichten. Manche Böden sind so stark versauert, dass die Feinwurzeln der Bäume absterben. Drei Viertel aller Bäume sind bereits geschädigt. Überhöhte Schalenwildbestände (Rehe, Hirsche und im Gebirge auch Gemsen) verbeißen zudem zu viele junge Bäume und behindern so die natürliche Verjüngung der Wälder. Als Spätfolge jagdlicher und forstlicher Fehler sind viele Waldbestände labile Monokulturen, die besonders anfällig für Sturmwurf und Insektenbefall sind.

Wald und Klima in Wechselwirkung

Der Wald wirkt ausgleichend auf das Klima. Er spendet Schatten, speichert und verdunstet Wasser, bremst den Wind und mildert so Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürre. Die heimischen Wälder leisten auch eine Beitrag zur Kompensation der CO2-Emissionen. Jedoch streben alle Waldökosysteme einem Gleichgewichtszustand zu, in dem dann kein zusätzlicher Kohlenstoff mehr eingelagert werden kann. Der Speichereffekt im Wald ist daher endlich und nicht wiederholbar.
Die  Waldökosysteme werden durch die Auswirkungen des Klimawandels jedoch auch stark  belastet. Klimatische Extremereignisse nehmen an Häufigkeit und Intensität zu. Die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte, zeigt, dass die Phasen ohne Zwangsnutzungen der Holzvorräte (Windwurf, Borkenkäferbefall, Trockenheit) immer kürzer werden. Besonders stark sind Baumarten betroffen, die “aus der Kälte kommen”, wie z.B. die Fichte.

Wir müssen dem Wald helfen!

Wir müssen alles dafür tun, um die Belastungen für die Waldökosysteme zu verringern und die Stabilität unserer Wälder zu stärken. Der Wald kann sich nur langfristig auf veränderte Umweltbedingungen einstellen. Dafür bieten natürliche Waldgesellschaften die besten Voraussetzungen. Zur Förderung der Vielfalt und Stabilität naturferner Forste tragen der Waldumbau zugunsten standortheimischer Baumarten und eine ökologische Wald- und Jagdnutzung bei.

Wissenswertes rund um den Wald finden Sie auch unter www.waldwissen.net