Wir heizen die Atmosphäre auf
Die global gemittelte Temperatur der Erde ist in den letzten 100 Jahren um etwa 0,8°C angestiegen, davon allein 0,6°C in den zurückliegenden 30 Jahren. Extrem belastend für die Ökosysteme ist die Geschwindigkeit, mit der sich weltweit das Klima ändert, wobei der anthropogene Anteil durch den industriell erzeugten Treibhauseffekt immer größer wird.
Und die Prognosen sind dramatisch: Der UN-Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) rechnet mit einer weiteren globalen Erwärmung um 1,8 bis 4 Grad Celsius im Laufe dieses Jahrhunderts – je nach Szenario der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.
Mehr dazu unter www.bundesumweltamt.de oder www.bmbf.de/pub/IPCC_kurzfassung.pdf
Waldschutz ist Klimaschutz
30% der Landfläche der Erde ist bewaldet und hat eine ausgleichende Wirkung auf das Klima. Wälder beeinflussen das lokale Klima, indem sie Wasser verdunsten, Schatten spenden und Winde bremsen. Global betrachtet speichern die Wälder fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs und sind damit die größten Kohlenstoffspeicher der terrestrischen Biosphäre. Der Erhalt und Schutz der vorhandenen Wälder als Kohlenstoffspeicher ist deshalb das wichtigste und effizienteste Handlungsgebot zum Schutz des globalen Klimas.
Wald im Klimastress
Schon die Erwärmung während der letzten dreißig Jahre setzt unsere Wälder unter einen enormen Anpassungsdruck: Die Folgen sind am Zustand der Fichte besonders deutlich: Heiße Sommer, Wassermangel, Borkenkäfermassenvermehrungen und Stürme nehmen zu und führen in den meist standortsfremden Fichtenwäldern zu großen Ausfällen. Neun von Zehn der durch den Sturm Kyrill 2007 umgeworfenen Bäumen waren Fichten!
Die an der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)) entwickelten Klimahüllen vergleichen innerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets verschiedener Baumarten gegenwärtiges mit zukünftig erwartetem Klima. DIese Modelle vermitteln eine Ahnung davon, welche Baumarten die Erscheinung unserer zukünftigen Wäder prägen werden. Die Fichte wird sich nur noch in den niederschlagsreichsten und kühlsten Bereichen der Mittelgebirge und der Alpen halten können. Sie nimmt zusammen mit der ebenfalls wärmeempfindlichen Waldkiefer heute jedoch noch immer über 50% der Waldfläche Deutschlands ein. Deshalb ist es jetzt dringend notwendig die Wälder mit standortsheimischen und wärmeresistenteren Baumarten wie z.B. der Buche umzubauen.
Mehr dazu unter www.lwf.bayern.de
Handeln Sie jetzt!
Entscheidend für den Erhalt unsere Wälder und Lebensbedingungen ist das Gebot die Klimaerwärmung nicht noch weiter anzuheizen. Deshalb müssen wir bis 2020 unsere klimaschädlichen Emissionen um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Dies kann nur gelingen, wenn sich jeder mit Einsparungen im eigenen Handlungsfeld daran beteiligt. Es gibt viele Möglichkeiten. Wer nur auf ein technische Lösung hofft steckt den Kopf in den Sand! Der Verein Bergwaldprojekt e.V. ist seit 2007 Mitglied in der Klima-Allianz.
Mehr dazu unter www.die-klima-allianz.de






